Hece - Der Online Ratgeber

Was ist ein Tagesgeldkonto?

In der Vergangenheit landete das ersparte Geld, dass vom Einkommen nach allen monatlichen Verbindlichkeiten übrig blieb, meist auf ein Sparkonto. Diese über viele Jahrzehnte hinweg sichere Anlagemöglichkeit hatte und hat allerdings einen gravierenden Nachteil, nämlich das die Zinsen für das ersparte Kapital recht niedrig ausfiel. Das moderne Internetzeitalter liefert dagegen eine wesentlich lukrative Anlagemöglichkeit und zwar das sogenannte Tagesgeldkonto. Warum das Tagesgeldkonto noch nicht den populären Status eines normalen Sparbuches erreicht haben mag, dürfte zum einen an der Unwissenheit und Wechselträgheit der Kunden liegen, zum anderen aber auch an dem gewachsenen Misstrauen gegenüber dem Finanz- und Bankenwesen. Letztere gaben zu diesem Verhalten in der Vergangenheit allerdings auch genügend Anlass.

 

Banken bieten unzählige Angeobte von Tagesgeldkonten an. Im Vergleich der Konten ist es sehr wichtig, sein passendes Tagesgeldkonto zu finden. Dazu gibt es im Netz einige Vergleichsrechner. Diese Rechner sind meist kostenlos und zeigen die wichtigen Banken auf. Auf die Zinsen kommt es da meistens an. Aber auch andere Leistungen und Konditionen werden klar dargestellt. Wenn man ein Konten fürs Tagesgeld vergleicht, dann ist es wichtig zu wissen, was man eigentlich benötigt.

 

Wer kann es eröffnen?

Ein Tagesgeldkonto kann bei jeder Online- oder Direktbank eröffnet werden. Zwar bieten auch die herkömmlichen großen Filialbanken Tagesgeldkonten an, aber in der Regel sind ihre Konditionen wesentlich schlechter als bei ihren Online-Konkurrenten. Wer sich nun zur Eröffnung eines Tagesgeldkonto durchgerungen hat, kann dabei deutlich profitieren. Denn viele Banken bieten ihren Neukunden wesentlich bessere Konditionen an und teilweise in Verbindung mit einem kleinen Bonus. Was sich wie ein Lockangebot anhören mag, ist allerdings äußerst seriös gemeint. Da viele Bankunternehmen mittlerweile mehr frisches Kapital benötigen, sind sie daran interessiert ihren Kundenstamm deutlich auszubauen. Deshalb gewähren sie in der Anfangsphase dem neuen Sparer ein paar Prozentpunkte mehr. Allerdings sollte hierbei beachtet werden, das dieser Geldsegen zeitlich begrenzt ist und meist nach sechs Monaten versiegt. Danach gelten die branchenüblichen variablen Zinssätze. Der Kunde ist aber diesem Tun nicht gänzlich hilflos ausgeliefert. Er hat wiederum die Möglichkeit zu einem neuen Anbieter zu wechseln und erneut die höheren Zinssätze zu kassieren. Dafür wurde schon ein neues Modewort kreiert und nennt sich "Tagesgeld-Hopping".

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Für die Sicherheit des Kapitals garantieren sowohl der deutsche Gesetzgeber sowie die Europäische Union. Denn sie schreiben eine Einlagensicherung vor, die innerhalb der EU bei 100.000 Euro liegt. Diejenigen Guthaben, die eine solche Summe aufweisen, werden in jedem Fall erstattet. Des Weiteren existieren innerhalb der Bundesrepublik weitere Einlagerungssicherungssysteme, die Spareinlagen in Millionehöhe absichern.

Die Vorteile

Die prägnantesten Vorteile eines Tagesgeldkontos sind vorallem, die schnelle Verfügbarkeit des Geldes ohne jegliche Zeitverzögerung sowie die attraktiven Zinssätze für das hart erarbeitete Geld. Des Weiteren ist man hier, im völligen Gegensatz zum Sparbuch, nicht an feste Kündigungsfristen gebunden. Das Ersparte kann jederzeit und in der vollen Höhe auf das Referenzkonto umgebucht werden. Weiterhin müssen keine festen Beträge auf das Tagesgeldkonto eingezahlt werden. Wann und wie hoch letztendlich diese Beträge ausfallen, ist für die eigentliche Verzinsung völlig unerheblich.

Wer kommt als Kunde in Frage?

Als mögliche Kunden kommen nicht nur die in Frage, die über ein Internetanschluss verfügen, sondern einige Kreditinstitute ermöglichen die Kontoführung auch per Telefon oder gar per Post. Mittlerweile hält der Markt für jeden das passende Tagesgeldkonto bereit.